Leonardiritt Preisendorf

Der 15. Preisendorfer Leonhardi-Ritt – ein Zuschauer-Magnet

„Jacke an, Kinder eingepackt und los geht´s!“ hatten sich Viele gedacht. Das ruhige Novemberwetter hatte Zuschauern und Teilnehmern jeden Alters mobilisiert! Und so trafen sich mehr als 1.100 Brauchtums- und Pferdefreunde im kleine Ort Preisendorf mit den umliegenden Gemeinden Hohenlinden und Forstern. Hier fand zum 15. Mal der Leonhardi-Umritt statt.

Bei den Reitern und Kutschenfahrern ist diese Leonhardifahrt ein fester Termin im Jahreskalender. Weit über die Gemeindegrenzen hinaus finden sich Aktive und Zuschauer jedes Jahr zusammen, um den heiligen Leonhard zu ehren und den Segen für die Rösser zu erbitten.

Insgesamt 120 Pferde, vier Esel, vier Alpakas sowie die beeindruckenden Ochsen von Familie Stocker aus Landsham, umrundeten die Kirche St. Stephanus dreimal.
Zum Teil hatten die vierbeinigen Gäste bereits einen weiten Weg hinter sich- sie kamen aus Ställen in Parsdorf, Steinhöring, Karlsdorf, Burgrain, Walpertskirchen, Forstern, Hohenlinden, Wörth, Harthofen und Dorfen.

Und wer saß in den 25 Kutschen? In Preisendorf ist das immer eine Mischung aus Politik und Ehrengästen. So begrüßten die Preisendorfer die Präsidentin der Regierung von Oberbayern, Frau Els und Herrn Dr. Andreas Lenz, Mitglied des Bundestages. Auch die beiden Landräte Bayersdorfer und Niedergesäß aus Erding und Ebersberg hatten in den Kutschen Platz genommen. Dazu entsprechend die Bürgermeister Els und Maurer aus den Gemeinden Forstern und Hohenlinden.

Erstmals hatten die Preisendorfer einen Gast aus der Hallertau- die amtierende Hopfenkönigin Theresa Hagl gab sich die Ehre! Als Vertreter des Bauernverbandes fuhren neben Kreisobmann Jakob Meier die Irmgard Posch sowie die Ortsbäuerin Leni Eicher mit Ortsobmann Anton Oskar und dem Vorstand des Waldbesitzervereins Herr Mehringer in einer Kutsche vereint. Auf zwei Wägen verteilt spielten die Blasmusik St. Wolfgang und die Jagdhornbläser Erding während des Umzugs feierlich auf. Und drei Trachtenvereine aus Hohenlinden, Markt Schwaben und Isen rundeten das prächtige Bild mit ihren aufwendig geschmückten Wägen sehr schön ab.

Pfarrverbandsleiter Stürzer und Pfarrer Budner vom Pfarrverbande Maria Tading nahmen die feierliche Andacht mit Pferdesegnung vor. Sakraler Höhepunkt am Altarwagen war eine Reliquie des Heiligen St. Leonhard aus dem Kloster Fürstenfeldbruck, die Frau Dr. Klemenz zum Votiv-Amt am Vormittag gebracht hatte. Zum gloriosen Abschluss sang der Kirchenchor von Hohenlinden „Großer Gott wir loben Dich“.

Nach dem Umritt trafen sich Teilnehmer und Zuschauer zur wohlverdienten Brotzeit mit Kaffee und Kuchen in der Ortsmitte. Der Leonhardiritt war für alle Besucher ein wunderschönes Gemeinschaftserlebnis.
Ein herzliches Vergelt´s Gott den vielen Helfern!

Morgen Montag ist noch Kesselfleisch-Essen im Festzelt - 18 Uhr geht's los- kommt vorbei!

 
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